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the answer we dream

for accordion, but not solo

– future music VI –

blätter & blüten in bewegung teils unscharf

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Uraufführung im Rahmen des Projektes des Sächsischen Musikbundes

The Study of White
Neue Musik aus und zur Ukraine
Konzert mit Igor Saienko (Akkordeon)
in Kooperation mit Kyiv Contemporary Music Days

Werke von Zoltan Almashi, Christian Diemer (UA), Peter Helmut Lang, Thomas Leppuhr (UA), Igor Saienko, Tobias Eduard Schick, Maxim Shalygin, Friedemann Stolte (UA), Viktor Rekalo (UA)

Konzerte sind am

10. September 2026 um 19:30 Uhr (Leipzig, Kulturhof Gohlis)
11. September 2026 um 19 Uhr (Dresden, DenkRaum Sophienkirche)
13. September 2026 um 19:30 (Chemnitz, Morgner Archiv)
14. September 2026 (Halle/Saale)

Weiteres Konzert mit dem Ensemble SenseUA

20. September 2026 (Dresden, Chinesischer Pavillon)

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»the answer we dream«

entstand für die diesjährige Neuauflage des Projekts „The Study of White“ mit dem ukrainischen Akkordeonisten Igor Saienko.

Die ungestellte Frage dabei hat mit dem Verhältnis von Koordinaten und Konstellationen einerseits und unseren Spielräumen für eine eigene Antwort darauf andererseits zu tun. (Ich beziehe mich dabei auf Hartmut Rosa, „Konstellation und Situation“, Berlin 2026).
Frage wie Antwort sind nicht ohne die Verortung im eigenen Leben zu finden.

Ich versuche, die Bedingungen des Instruments als „Koordinaten des Akkordeons“ transparent und damit wahrnehmbar zu machen (z.B. die Geräusche der Knöpfe). Ebenso erkundet werden die Handlungsmöglichkeiten, die oft durch jene Konstellationen eingeschränkt oder verhindert werden. Dabei spielt das Menschliche eine hörbare Rolle, Bewegungen des Körpers übertragen sich sehr direkt auf das Instrument. Herkömmlicherweise werden solche Einflüsse nach Möglichkeit vermieden (z.B. Zittern der Hand), doch weil sie Ausdruck unseres Lebens sind, möchte ich sie Teil werden lassen.
Wie in einem Traum. Im TRÄUMEN begegnet uns das am allermeisten Unberechenbare, träumen ist oft unverständlich und irrational, so sehr man Träume auch unter verschiedenen Aspekten zu untersuchen und zu verstehen vermag. Im Träumen begegnet uns unser Menschsein.

Auch die Aufführungssituation ist eine „Verortung“ des Geschehens und soll dem Publikum das Erleben der instrumentalen „Koordinaten“ und der träumenden Antwort ermöglichen, indem es eine darauf abgestimmte Sitzordnung gibt.

Perspektiven haben mit Zukunft zu tun, mit dem Ausblick auf Sinnhaftigkeit und Entscheidungsspielräume. So verschieden die Schwerpunkte mit Konstellation und Situation (Hartmut Rosa), Autonomie und Interdependenz (Ruth C. Cohn) oder Où atterrir (‚wo landen‘, auf welchem Territorium, wovon hängen wir ab?, Bruno Latour) gesetzt sein mögen:
In den Träumen unseres Lebens liegen die Schlüssel für die Perspektiven, für die wir aktiv werden können.

»the answer we dream« ist eine »zukunftsmusik«.

‘the answer we dream’

was created for this year’s new edition of the project ‘The Study of White’ with the Ukrainian accordionist Igor Saienko.

The unasked question here concerns the relationship between coordinates and constellations on the one hand, and our scope for formulating our own answer to it on the other. (I am referring here to Hartmut Rosa, ‘Konstellation und Situation’, Berlin 2026).
Neither the question nor the answer can be found without situating them within one’s own life.

I attempt to make the conditions of the instrument – the ‘coordinates of the accordion’ – transparent and thus perceptible (e.g. the sounds of the buttons). I also explore the possibilities for acting, which are often restricted or prevented by these constellations. In this process, the human element plays an audible role; movements of the body are transmitted very directly to the instrument. Traditionally, such influences are avoided wherever possible (e.g. a trembling hand), but because they are an expression of our lives, I wish to allow them to become part of the music.
As in a dream. It is in DREAMING that we encounter the most unpredictable; dreaming is often incomprehensible and irrational, however much we may be able to examine and understand dreams from various perspectives. In dreaming, we encounter our humanity.

The performance setting also serves to ‘situate’ the action and is intended to enable the audience to experience the instrumental ‘coordinates’ and the dreamlike response through a seating arrangement tailored to this purpose.

Perspectives are linked to the future, to the prospect of meaning and scope for decision-making. However varied the focal points may be – whether they relate to constellation and situation (Hartmut Rosa), autonomy and interdependence (Ruth C. Cohn) or Où atterrir (‘where do we land’, on which territory, on what do we depend?, Bruno Latour) –
The dreams of our lives hold the keys to the perspectives that can drive us to take action.

‘the answer we dream’ is a ‘future music’.