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c'est la vie

drei spiele für klavier (2018/2019)

c’est la vie I – früher oder später
ein spiel für klavier + holzleiste + kreisel + vier steckstifte

c’est la vie II – es wird sich zeigen
ein puzzlespiel für klavier – mit zwei würfeln und vier steckstiften

c’est la vie III – runde um runde
ein spiel für klavier – mit einem würfel und vier steckstiften

Diese Stücke sind als Spiele konzipiert.
Sie können einzeln oder auch zusammen gespielt werden.
Eine aktive Einbindung von ‚Repräsentanten‘ des Publikums in das jeweilige Spiel ist denkbar, um das Spiel als solches transparenter zu machen und den Spielcharakter auch im Aufführungsformat erlebbar werden zu lassen: ein in Zeit und Raum abgegrenzter Vorgang, so charakterisiert J. Huizinga eines der Kennzeichen des Spiels.
Ebenso denkbar ist es, daß der Vorgang des Spiels nicht transparent wird, sondern das Publikum nur das Ergebnis erlebt, so wie im allgemeinen oft Prozesse im Dunkeln bleiben, die Einfluss auf die Herausbildung eines Ergebnisses haben.

Die Stücke wollen dem Klavier, dem „Schwergewicht“ klassischer Instrumente, mit Leichtigkeit begegnen.
Dabei sollten die Stücke auch an ‚normalen‘ Klavieren spielbar sein, ohne die (zweifellos reizvollen) klanglichen Möglichkeiten des Innenlebens eines geöffneten Flügels oder auch denen von drei Pedalen.

Außerdem war die Frage interessant, wie ein Spiel für eine Person aussehen kann.
Und natürlich ging es immer um die Grundfragen des Spiels, etwa um den Zufall und um nicht planbare Geschehnisse und welche Möglichkeiten wir haben damit umzugehen. Daraus erwachsen auch Fragen der Zeitbehandlung (in der Musik wie ‚im Leben‘), etwa von zyklischer Wiederkehr und/oder linearer Entwicklung, Kontinuität und Sprunghaftigkeit, Bedingtheit oder Zufälligkeit, Freiheit des Willens oder Vorbestimmtheit u.v.m.

In allen Stücken gibt es Resonanztöne, die durch das Spielen anderer Töne in Schwingung versetzt werden. Sie sind – Spielens halber – in jedem Stück andere Töne. Sie entstehen, indem Steckstifte unter den Klavierdeckel geklemmt werden und so bestimmte Tasten unten halten.
Der Resonanzklang bringt eine bestimmte formale Struktur mit sich und wird dementsprechend auch genutzt.

Weitere Spielelemente sind Würfel, ein Kreisel, eine Holzleiste, musikalische Ereigniskarten. Jedes Spiel ist anders – eines ein Ereignisspiel, bei dem der Weg immer wieder unterbrochen und angereichert wird, eines als eine Art Puzzle, das jedoch aufgedeckt wird, eines in der brüchigen Rotation von ‚Mensch ärger dich nicht‘ in der Kontinuität der Resonanz.